Marc Di Napoli -2-

 

…eine schrieb sogar nach Neapel

“Unglaublich, dass ich einen solchen Erfolg habe – davon habe ich noch nicht einmal geträumt”
Der junge Mann richtet seine wasserblauen Augen ungläubig auf den riesigen Packen Briefe., den der Postbeamte eben in die Rue C. Georges de Porto Riche Nr. 8 gebracht hat.
Die TV-Serie “Zwei Jahre Ferien” ist Weihnachten gelaufen, jetzt haben wir März, und immer noch kommen täglich etwa 400 Briefe.
Das kann ich ja nie im Leben beantworten, stöhnt Marc Di Napoli.
Er lebt in Paris, geht gern mit Freunden ins Bistro, fährt oft aufs Land um Ruhe zu finden., malt tagelang Bilder und überhaupt nicht mehr daran gedacht, dass die Serie “Zwei Jahre Ferien” noch in Deutschland läuft.
Und dann: “Meine Mutter bekam fast einen Schlag, als sie die viele Post aus Deutschland sah.”
Er holt tief Atem. Dann: “Ich müsste ja eigentlich mal nach Deutschland fahren, um wenigsten einen Eindruck dem Land zu haben…”
Das dachte BILD & FUNK auch und lud Marc nach München ein. Und Marc, der Umsichtige, kaufte sich am Flughafen München sofort einen Veranstaltungskalender:
“Die alten Meister” wurden dick unterstrichen, ebenso zwei Beethoven-Konzerte und einen Französischen Film. (“Ich wollte mal wissen, wie der synchronisiert ist”).
Doch wohin er auch ging – er war nie allein: Franz Seidenschwan, Partner aus “Zwei Jahre Ferien”, begleitet ihn überallhin.
Sogar in die Pionierkaserne lud der Münchner – zur Zeit bei der Bundeswehr – seinen Freund ein.
Und mit der ausdrücklichen Genehmigung des Oberleutnants durfte Franz den Franzosen sogar ein paar Waffen zeigen.

    


Abends im Motorradklub Obermenzing, in dem Kawasaki-Flitzer Franz Mitglied ist, hatten die Freunde ein Hauptgesprächsthema: die Fanbriefe der Mädchen. “Bei mir waren sogar Heiratsanträge dabei”, trumpfte Franz auf, und Marc posaunte: “Ein Mädchen hat mir nach Neapel geschrieben, und der Brief kam trotzdem in Paris an…”
Über eins waren sich die beiden einig: “Erstaunlich,  was Mädchen alles wissen wollen.”
Marc kam plötzlich eine Idee: “Mann müsste mal einen Steckbrief von sich veröffentlichen…”
BILD & FUNK war derselben Meinung und notierte:

 

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