Marc Di Napoli und Roland Demongeot
Tom Sawyer und Huckleberry Finns Abenteuer 1968
Über keine Schauspieler wie Marc Di Napoli und Roland Demongeot wurde so viel im Zusammenhang mit den Abenteuer Vierteilern geschrieben.
Ist aber auch kein Wunder – immerhin ist die Verfilmung von Mark Twains Roman “Tom Sawyer und Huckleberry Finns Abenteuer” ganz oben an der Bestseller-Liste der Vierteiler anzusiedeln.
Das alter von Marc Di Napoli und Roland Demongeot war ja auch gerade dazu prädestiniert um die Herzen der Teenager höher schlagen zu lassen. Eindeutiger Favorit – Marc Di Napoli. Er hatte mit Abstand ende der 60er einen festen Platz in den Herzen der Mädchen. Wenn mich heute eine Anfrage nach dem verbleib der Schauspieler erreicht, so kann man mit Gewissheit sagen, das über die Hälfte der Email sich nach dem verbleib von Marc Di Napoli erkundigen. Aber nicht nur das weibliche Geschlecht, nein – ab und zu wird auch die Frage von den männlichen Fans gestellt. Nun, ich nehme mal stark an, aus anderen Gründen als die der Frauen. War die Figur des Huckleberry Finn nicht auch einen kleinen neidvollen Blick aus unseren damaligen Schülerleben wert?
Andreas Spieler
Der Junge links liebt Rollkragenpullis und Cordsamthosen. Er hat blaugrüne Augen, ist 1,59 m groß und 13 Jahre alt. Sein Name Roland DemongeotWährend die Mutter versucht etwas Ordnung in seine Autogrammpost zu bringen, albert Roland Demongeot mit dem Blasrohr herum. Er nimmt nichts ernst, nichts wichtig, außer dem, was ihm gerade besonders gefällt.
Gemütliches Frühstück im Bett in Gesellschaft der Hauskatze. Dieses Bild der Ruhe bietet der unruhige Roland nur an einem regnerischen Sonntagmorgen.

Musik liegt des Familie im Blut. Marc klimpert nur auf der Gitarre, aber seine vier Geschwister besuchen in Paris das Konservatorium
Auch Marc frühstückt gern im Bett. Mutter serviert die Fanpost gleich mit. Woher sie kommt, stellt er zuerst an den Marken fest Fernsehen ist für Marc di Napoli nicht nur Vergnügen. Es bedeutet für ihn auch Lernen und Studieren: “Ich will immer beobachten, wie meine Kollegen spielen. Vor allem die berühmten”Ein Bericht aus der BRAVO Nr. 16 vom 14. April 1969
Hilfe! Eine Brieflawine deckt uns zu!
Seitdem ihr Fernsehfilm in Deutschland gelaufen ist, bekommen Marc und Roland täglich bis zu 100 Verehrerbriefe
Beide gehen noch zur Schule, aber als Schauspieler sind sie schon „alte Hasen“: Mit sieben Jahren hat Roland Demongeot seine erste Rolle gespielt. Bis heute hat er es bei Film, Fernsehen und Theater auf dreißig gebracht.
Marc di Napoli hat mit zehn angefangen, und als BRAVO ihn fragte, gelang es ihm nicht mehr, alle Rollen aufzuzählen, die er seitdem gespielt hat. Aber eines wissen Roland und Marc genau und darin sind sie sich auch einig:
„Keine Rollen haben uns so viel Spaß gemacht wie die von Tom und Hucky. Wir fühlen genauso wie diese beiden Burschen. Es war einfach herrlich, vor der Kamera all diese Streiche machen zu dürfen. Wenn wir so etwas in Wirklichkeit anstellen würden, nicht auszudenken, wie uns unsere Mütter vermöbelten..
Unbekümmert, wie sie nun mal sind, haben Marc und Roland nie einen Gedanken daran verschwendet, wie sie mit ihrer Fernsehserie von den Abenteuern des Tom Sawyer und Huckleberry Finn „ankommen“ werden. Um so erstaunter waren sie, als aus Deutschland immer mehr begeisterte Briefe kamen. Karten, Briefe, Telegramme — eine Lawine deckte sie zu. Achselzuckend stehen sie vor den Postbergen:
„Es ist uns unmöglich, alle Zuschriften schnell zu beantworten. Da müssten wir Tag und Nacht schreiben. Aber bei Nacht müssen wir schlafen und bei Tag zur Schule. Und wenn wir die Briefumschläge und Briefmarken für die Antwort selbst kaufen müssten, wären wir pleite. Soviel Geld haben wir leider nicht. Wir müssen unsere deutschen Freunde um Geduld bitten.“
Auf die Frage, von wem die meisten Briefe kommen, versichern sie, dass 80 Prozent Mädchen seien. Wahrscheinlich seien Jungens genauso schreibfaul wie sie selbst.
BRAVO: Und was schreiben die Mädchen?
Marc: Oh, sie schreiben sehr nett, liebenswürdig, einige direkt romantisch. Ich gebe es zu, manchmal bin ich beinahe gerührt. Ein paar haben mir einen Heiratsantrag gemacht. Das ist natürlich Quatsch. Ich bin doch erst 16. Ich muss doch erst etwas werden.
Roland: Mir haben sie geschrieben, dass ihnen meine langen Haare so gut gefielen. Und manche, dass sie jetzt auf die Miniröcke pfeifen und auch nur noch lange Hosen tragen wollen wie ich.
BRAVO: Und wie denkt ihr über all das?
Marc: Ich glaube, dass die deutschen Mädchen netter sind als die unseren. Die Pariserinnen sind ziemlich eingebildet.
Roland: Stimmt! Die möchten einen immer herumkommandieren. Bei mir nicht, kann ich da nur sagen.
BRAVO: Was sind eure nächsten beruflichen Pläne?
Marc: Unter Regisseur Chabrol spiele ich in Belgien eine Rolle in dem Film „Que la bete meure“ (Das Vieh soll sterben) und dann eine Rolle in der Fernsehserie „Le Galapias“ (Der Taugenichts).
Roland: Ich probe zur Zeit eine Bühnenrolle in „La ville dont le prince est un enfant“ (Die Stadt, deren Prinz ein Kind ist) und für das Fernsehen eine Rolle in „Nanou“.
BRAVO Und die Schule?
Marc: Seit einem Jahr bin ich, neben der Schauspielschule, auf der Kunstakademie. Ich möchte einmal Architekt werden.
Roland: Für mich ist die Schule ein Alptraum. Bei Mathematik wird mir direkt übel. Nicht einmal beim Geschichtsunterricht kann ich mir die Daten merken. Wozu auch? Hauptsache, man weiß, was passiert ist. Leider ist mein Professor anderer Ansicht. Ich warte immer noch darauf, dass er nicht mehr so streng mit mir ist.
BRAVO: Was halten eure Lehrer von euch?
Marc: Mein Zeichenprofessor macht mir Mut. Und meine Schauspiellehrerin ist auch zufrieden. Es geht also.
Roland: Zu mir sagen sie, es sei besser, ich wisse nicht, was sie über mich denken. Und was sie sagen, wenn sie einmal vor Wut über mich platzen — na, das behalte ich lieber für mich. Das möchte ich nicht gedruckt sehen.
BRAVO: Versteht ihr euch mit euren Eltern?
Marc: Ganz ausgezeichnet. Meine Eltern sind sehr verständnisvoll. Das kommt vielleicht davon, dass jeder in unserer Familie irgend etwas mit Kunst zu tun hat.
Roland: Ja — abgesehen von meiner Schwester Catherine (18) sind alle o.k. Catherine verprügelt mich, wenn ich Krach mache. Aber sie imponiert mir auch: Mit 12 Jahren hat sie in dem Film „Zazie“ die Hauptrolle gespielt. Er war ein großer Erfolg. Und Erfolg ist wichtig!
Bericht zur ersten Wiederholung aus der BRAVO Nr. 49 vom 27. November 1975
Aus der BRAVO Nr. 49 vom November 1975
Zwischen Weihnachten und Neujahr wiederholt das ZDF eine tolle Serie: „Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer“ nach Mark Twains Roman
Marc di Napoli und Roland Demongeot wurden 1968 durch den Abenteuer-Vierteiler über die Erlebnisse zweier Jungs im amerikanischen Mississippi-Delta bei uns bekannt. Jetzt wird die Serie zum zweiten Mal – im Nachmittagssprogramm – wiederholt (Sendetermine:27.12;28.12.;29.12. und 31.12.). Hier erfahrt Ihr, was aus den beiden Hauptdarstellern geworden ist…
Sie sind Taugenichtse, Habenichtse, Strolche, Gammler – und was es sonst noch an hübschen Ausdrücken für freche Nichtstuer gibt. Und trotzdem wurden und werden sie gerade deswegen von Millionen Lesern geliebt:
Tom Sawyer und Huckleberry Finn, die von Mark Twain erfundenen Romanhelden, zwei ungleiche Freunde mit der gleichen Leidenschaft für Streiche und ausgefallene Boshaftigkeiten.
Für die Hauptrollen der Fernsehserie wurden 1968 zwei Jungs ausgesucht, die sich auch in ihrem Privatleben durchaus mit den Romanfiguren messen konnten: Roland Demongeot, 13, spielte den Tom und der 16 Jahre alte Marc di Napoli verkörperte Hucky. Marc gefiel seine Rolle vor allem deshalb, weil er immer mit ungewaschenem Hals.
An die Dreharbeiten in Rumänien, die ein halbes Jahr dauerten, erinnert sich Marc sehr gern. Er war ja damals schon 16 und konnte mit den jungen Rumäninnen, die als Statisten mitwirkten, flirten. Roland dagegen hatte damals für Mädchen noch keinen Blick, sondern war vielmehr daran interessiert, andere Leute auch außerhalb der Dreharbeiten zu ärgern. Einmal reizte er einen Beleuchter so lange, bis dieser ihm eine kräftige Ohrfeige gab und Roland tagelang mit einem blauen Auge herumlief.
Marc und Roland, die in Paris nur 300 m weit voneinander entfernt wohnten, lernten sich erst bei den Dreharbeiten kennen. Privat wurden sie nie die ganz dicken Freunde. Marc sagt: „Roland quatschte mir einfach zuviel.“
Heute sehen sie sich kaum noch, denn Roland wohnt allein auf dem Land und geht zur Schule. Die Schauspielerei hat er an den Nagel gehängt. Marc di Napoli, der heute 20 Jahre alt ist, dreht immer noch Filme und Fernsehserien. Eigentlich wollte er ja Innenarchitekt werden, aber sein Typ ist als Schauspieler mehr gefragt. Vor zwei Jahren noch fand er die deutschen Mädchen Spitze. Er hatte auch Brieffreundschaften mit deutschen Fans. Aber heute „geht“ er fest mit einer jungen Französin.
Im vergangenen Jahr war Marc di Napoli wieder in Rumänien, wo eine mehrteilige TV-Serie für das deutsche, italienische und französische Fernsehen gedreht wurde: „Zwei Jahre Ferien“, nach einem abenteuerlichen Buch des berühmten Zukunfts-Autors Jules Verne. Die Folgen werden im nächsten Jahr bei uns ausgestrahlt. Marc heckt auch da wieder Streiche aus, aber, wie er selbst sagt, „eine Nummer größer“.







Hallo, ich habe die Teile auch gesehen, und dann wurden sie nachgespielt mit meiner Freundin. Wir waren auch total verliebt in die beiden. Wir waren aber aus der DDR und kamen nicht mal an Zeitungsausschnitte ran. Nun bin ich in zwischen 48 Jahre alt und habe für meine jüngsten Kinder auch den vierteiler von Tom und Hucky gekauft, und siehe da die beiden haben heute noch Wirkung auf die Weibliche Welt. Ich habe es ihnen erklärt das die beiden sogar noch älter sind als ich,erst wollten sie es nicht glauben und dann war die Enttäuschung groß!!!!:(
;))
Für mich ist der Film auch heute noch total großartig und ich bleibe gern sitzen bei meinen Kindern und schaue wieder zu. Einige Szenen sind einem noch so in Erinnerung, dass man sie glatt mit sprechen kann.
Und wenn ich ehrlich bin habe ich den vierteiler auch mehr oder weniger für mich gekauft, und wollte meinen Kindern zeigen für was wir damals geschwärmt haben.
Das mußte mal gesagt werden LG von Simone und meinen beiden kleinen Kindern Isabell und Marleen
Hallo, ich bin es noch mal Simone.
Mir ist noch was eingefallen, ich fand den vierten Teil total traurig weil Tom und Hucky nicht mehr zusammen gekommen sind und sich ihre Wege getrennt haben. Und immer wenn die Teile wiederholt wurden im Fernsehen hat man damals auf ein anderen Ausgang gehofft.:)
LG nochmal von Simone, Isabell und Marleen